Die starken Frauen Worpswedes

Mit "Marta Vogeler. Leben mit der Kunst" und PAULA IN WORPSWEDE "Ein Frauenleben um 1900" präsentiert Worpswede die starken Frauen der Region.

Das Haus im Schluh zeigt zu seinem Corona-bedingt auf 2021 verschobenen 100. Geburtstag die beindruckende Geschichte Martha Vogelers von der Muse zur erfolgreichen Unternehmerin.

Ende März 2021 ehrt der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. in Kooperation mit der Gemeinde Worpswede die inzwischen international anerkannte Malerin Paula Modersohn-Becker. Er würdigt sie als ungewöhnlich mutige und willensstarke Frau in ihrer Zeit. Damit rückt das Wohnhaus (Museum am Modersohn-Haus), das sie um 1900 gemeinsam mit ihrem Mann, dem Maler Otto Modersohn, und dessen Tochter Elsbeth aus erster Ehe bewohnte, als frauenORT Niedersachsen in den Fokus.

Die Tourist-Information für Worpswede und das Teufelsmoor hat Infos und Tipps für einen Besuch für Sie bereit.

Weitere Informationen:

Marta Vogeler. Leben mit der Kunst
Jubiläumsaustellung - Haus im Schluh
21.03.-07.11.2021

Worpsweder Museen
Museum am Modersohn-Haus

frauenOrt Paula Modersohn-Becker
kulturtouritisches Programm in Worpswede
27.3.2021-31.10 2021

Gemeinde Worpswede
frauenORTE Niedersachsen


Marta Vogeler. Ein Leben mit der Kunst

Ein Jahr nach der Gründung der Worpsweder Kunsthalle wird im Jahr 1920 mit dem Haus im Schluh ein weiterer entscheidender Meilenstein in der Weiterentwicklung Worpswedes – von der bekanntesten Künstlerkolonie zu dem bis heute lebendigen Künstlerdorf – gesetzt.

Martha Vogeler, die erste Ehefrau und langjähriges Modell des Universalkünstlers Heinrich Vogeler, wagt nach der Trennung einen für die damalige Zeit sehr mutigen Schritt: Gemeinsam mit ihren drei Töchtern gründet sie 1920 das Haus im Schluh, überführt dorthin das Frühwerk des Künstlers und baut sich eine eigenständige wirtschaftliche Existenz auf.

Abb.: Heinrich Vogeler, Porträt Martha Vogeler, 1910, Öl auf Leinwand, Dauerleihgabe an die Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede, Foto © Rüdiger Lubricht/Worpsweder Museumsverbund

PAULA IN WORPSWEDE "Ein Frauenleben um 1900"

"...daß ich mich verheirate, soll kein Grund sein, daß ich nichts werde."
                      (Paula Modersohn-Becker, 1900)
Für das Worpsweder Kulturprogramm 2021 gibt PAULA IN WORPSWEDE "Ein Frauenleben um 1900" den Ton an, den verschiedene Akteure auf ihre ganz eigene Weise interpretieren.

Museen, Galerien und andere Veranstalter vor Ort und in der Region machen die Frauen-Thematik zu ihrem Motto: Viel Kunst von Frauen wird zu sehen sein und allgemeine Fragestellungen rund um Frauenleben von gestern, heute und morgen bekommen eine Bühne.

Abb.: Postkarte Modersohn-Becker, VS Fotos; Archiv Otto-Modersohn-Museums, Fischerhude; Landesmuseum Hannover; Gestaltung_www.hilmer-grafikdesign.de