Wenn Sie eine Veranstaltung melden wollen, folgen Sie diesem Link

Coronavirus:

Aktuelle Informationen finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Institutes: www.rki.de
Der Landkreis Osterholz überprüft, ob einzelne Veranstaltungen abgesagt werden müssen. Bitte informieren Sie sich immer direkt bei den Veranstaltern.
Veranstaltungskalender
Aktuelle Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. Sie können auf Wunsch die Ergebnisliste als PDF-Dokument speichern oder ausdrucken und in den Urlaub mitnehmen!
Suche nach Veranstaltungen
 Wann?
   von:  
   bis:  
 Wo?  
 Was?
 Thema?  alle Themen   nur ausgewählte Themen
 Andere / Sonstige
 Ausstellung
 Comedy und Kabarett
 Event
 Führung
 Fest
 Finissage
 Kinder
 Kino
 Konzert
 Lesung
 Markt
 Messe
 Naturerlebnis
 Seminar/Workshop
 Tag der offenen Tür
 Tanz und Party
 Theater
 Vernissage
 Vortrag
 Wochenmarkt


Tipp: Einfach ausdrucken und mitnehmen:    Alle Termine als PDF-Liste

Dezember 2022
Mittwoch, 07.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
17:00 Uhr
Details anzeigen

Donnerstag, 08.12.2022
Farbwärts
Karin Uthoff, bekannt durch ihre Weibsbilder und skurrilen Zeichnungen, arbeitete dieses Mal ihre Landschaften, Abstraktionen und Tiermotive zumeist farbstark in Acryl und mit unterschiedlichen Materialien auf Leinwand.
Bei Ihrer Malerei lässt sie sich von Farben und verschiedenen Materialien leiten. In der Farbwahl folgt sie zunächst ihrer Intuition, der jeweiligen Stimmung, um dann bewusst Farbkontraste als Gestaltungsmittel einzusetzen. Die Ergebnisse lassen durch Format und Hängung viele Interpretationen zu und erzählen, je nach Betrachtungsweise, Geschichten, die manchmal durch die Titel angeregt werden.
Öffnungszeiten:
im Schwaneweder Rathaus, Damm 4, 28790 Schwanewede
Die Ausstellung ist geöffnet vom 20.10. bis zum 08.12.2022
Mo - Mi 8 – 16 Uhr, Do 8 – 18 Uhr, Fr 8 – 12 Uhr

Vita
Karin Uthoff
www.Karin-Uthoff.de
Wurde 1950 in Hamburg geboren, kam nach einer kaufmännischen Ausbildung und Berufstätigkeit zum Studium der Sozialpädagogik auf dem zweiten Bildungsweg nach Bremen, absolvierte ein Studium der Kunst und Behindertenpädagogik auf Lehramt an der Uni Bremen und ist Gründungsmitglied der Freien Theatergruppe Schnürschuh-Theater Bremen, wo sie 25 Jahre auf und hinter der Bühne tätig war. Von der Stückentwicklung und dem Entwerfen und Bauen von Bühnenbildern, dem Gestalten von Begleitheften, Prospekten und Plakaten bis zum Schauspiel wirkte sie dort. Es schloss sich eine Tätigkeit in der Großen Kunstschau in Worpswede an.
Schwanewede
Damm 4, Rathaus Schwanewede
08:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Einblicke. Geschenkt. Gesammelt.
Diese Ausstellung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarellen, Graphiken und Fotos von Künstlerinnen und Künstlern aus Worpswede, Fischerhude, Lilienthal und Bremen. Die meisten der hier vertretenen 30 Malerinnen und Maler zählen zu der sogenannten ersten und zweiten Generation dieser Kunstregion. Die Auswahl der Bilder zeigt das überraschend breite Spektrum an Kunststilen, Bildmotiven, Mal- und Zeichentechniken in dieser über hundertjährigen Kunstgeschichte.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau Wümme, Wörpe, Hamme
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
17:00 Uhr
Details anzeigen
Danceperados of Ireland
Spirit of Irish Christmas
Osterholz-Scharmbeck
Jacob-Frerichs-Straße 1, Stadthalle Osterholz-Scharmbeck
20:00 - 22:30 Uhr
Details anzeigen

Freitag, 09.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 14:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
Einblicke. Geschenkt. Gesammelt.
Diese Ausstellung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarellen, Graphiken und Fotos von Künstlerinnen und Künstlern aus Worpswede, Fischerhude, Lilienthal und Bremen. Die meisten der hier vertretenen 30 Malerinnen und Maler zählen zu der sogenannten ersten und zweiten Generation dieser Kunstregion. Die Auswahl der Bilder zeigt das überraschend breite Spektrum an Kunststilen, Bildmotiven, Mal- und Zeichentechniken in dieser über hundertjährigen Kunstgeschichte.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau Wümme, Wörpe, Hamme
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
17:00 Uhr
Details anzeigen
Eine schöne Bescherung
Mit Schlagern der Goldenen Zwanziger amüsieren und unterhalten Sie Erika und Waldemar (alias Ursula Villwock und Volker Prüser) mit Prof. Marcus Seifert am Klavier.

Eintritt € 12,00
3-Gang-Menue € 25,90

Höftdeich 11, 28865 Lilienthal
Telefon +49 4292 95 16
Telefax +49 4292 95 16
restaurant@wuemmeblick.de
Lilienthal
Höftdeich 11, Restaurant Wümmeblick
19:00 Uhr
Details anzeigen
Worpsweder Musikherbst - Amaryllis Quartett mit Juliane Banse
10. Worpsweder Musikherbst 2022

In diesem Jahr feiert der gemeinnützige Trägerverein "Podium Worpswede e.V."
sein 10jähriges Jubiläum, nachdem er in den vergangenen Jahren über 50 Veranstaltungen mit überwiegend überregional bzw. international renommierten Musikern realisiert hat. Aus diesem Anlass wurde ein hochkarätiges Programm aufgelegt, das in zwei Konzerten vom weltbekannten Mandelring Quartett bestritten wird und in zwei weiteren Konzerten vom ebenfalls überregional renommierten Amaryllis Quartett mit der Sopranistin Juliane Banse sowie dem Kölner Rundfunk Streichquartett. Das Projekt trägt den Titel: "Streichquartett plus: Kontraste". Zum Abschluss des Festivals gastiert das Amaryllis
Quartett und der Sopranistin Juliane Banse.
"Packend, ausdrucksvoll, vielschichtig" (SZ) und mit
einem "kommunizierenden Ensembleklang" (nmz)
begeistert das Amaryllis Quartett in seinen Konzerten
regelmäßig Publikum und Presse und gehört
damit zu den interessantesten Streichquartetten
seiner Generation.
Das Konzert enthält die Rückert-Lieder von Gustav
Mahler kombiniert mit Zwischenspielen des
Schweizer Komponisten Philip Hefti und Liedern
von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Worpswede
Bauernreihe 3a, Bötjersche Scheune
20:00 Uhr
Details anzeigen

Samstag, 10.12.2022
Wochenmarkt
Kleiner, feiner Wochenmarkt auf dem Dorfplatz in der Bergstraße mit u.a.
- Obst und Gemüse
- Fleischerei
- Bäckerei
- Besen
- Kunsthandwerk
- Honig
- Blumen
und Kunst an der Wäscheleine
Worpswede
Bergstraße, Dorfplatz
09:00 - 14:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende - die Gründung der Worpsweder Malerkolonie
Herbstausstellung. Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg, haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. Fritz Mackensen hat das Dorf bereits 1884 – also bereits als 18-jähriger – für sich entdeckt und sofort mit dem Arbeiten begonnen. 1889 hat er dann seine Studienkollegen Otto Modersohn und Hans am Ende überreden können, ebenfalls hierher zu kommen. Im Herbst beschlossen die drei, für immer im Teufelsmoor zu bleiben. Die Gründung der später berühmt gewordenen Malerkolonie war vollzogen. Die Herbstausstellung ist den drei genannten Gründungsmitgliedern gewidmet und beleuchtet alle Facetten ihres jeweiligen Schaffens.

Abb.: Hans am Ende (1864-1918): Kinderkopf, 1897, Radierung

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede einst-von Otto Modersohn bis Lisel Oppel
1884 entdeckte Fritz Mackensen das einsam inmitten des Teufelsmoores gelegene Bauerndorf Worpswede für sich und seine Kunst. Die Malerkollegen Modersohn, am Ende, Vogeler und Overbeck folgten - die Künstlerkolonie war gegründet. Ausstellungen im In- und Ausland ließen das Dorf bald zur Berühmtheit werden. Noch heute gelingt es immer wieder, bislang unbekannte und nie gezeigte Stücke zu präsentieren. Zu unserer Weihnachtsausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Öffnungszeiten: Sa + So von 11-13 und von 14-18 Uhr.
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ritterhuder Weihnachtsmarkt
Am 10. Dezember 2022 von 14.00 – 19.30 Uhr und am 11. Dezember 2022 vom 13.00 – 19.00 Uhr wird in Ritterhude wieder weihnachtliche Stimmung aufkommen.
Der Weihnachtsmarkt wird auf dem Gelände der Sparkasse Rotenburg Osterholz, im Rathaus und in der Riesturnhalle stattfinden.
Ritterhude

14:00 - 19:30 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
14:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
Serhij Kustowskii - Fotografische Stillleben
Illuminiert in völliger Dunkelheit, erheben sich Sergii Kustovskyis Stillleben der ukrainischen Alltagskultur und Geschichte zu beeindruckenden Erinnerungen an ein Gestern, dass heute so fern (ist).

Geboren aus dem Interesse an der Geschichte und Kultur seiner Heimat, wurden seine Fotografien durch den Angriff Russlands zu Erinnerungen an eine Vergangenheit, die gestern noch so nah war.
Worpswede
Findorffstraße 9, Das Blaue Haus - Galeriecafé Maribondo
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Einblicke. Geschenkt. Gesammelt.
Diese Ausstellung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarellen, Graphiken und Fotos von Künstlerinnen und Künstlern aus Worpswede, Fischerhude, Lilienthal und Bremen. Die meisten der hier vertretenen 30 Malerinnen und Maler zählen zu der sogenannten ersten und zweiten Generation dieser Kunstregion. Die Auswahl der Bilder zeigt das überraschend breite Spektrum an Kunststilen, Bildmotiven, Mal- und Zeichentechniken in dieser über hundertjährigen Kunstgeschichte.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau Wümme, Wörpe, Hamme
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
18:00 - 20:00 Uhr
Details anzeigen

Sonntag, 11.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Wintermoorpfütze
1. Oktober bis 31. Dezember 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Wie sehe unsere Welt hier ohne die Vierjahreszeiten aus – vieles ist gesagt, geschrieben und gemalt worden zu dem Landschaftsraum Teufelsmoor. Der Künstler Heinz Cymontkowski lebt und arbeitet in den vier Jahreszeiten im Atelier Dorf Teufelsmoor.

Gerade in den kalten Wintertagen, wenn die Spaziergänge auf hartem unebenen Moorboden zu Stolperfallen werden, gilt es, die Landschaft nach den Sommertagen neu zu entdecken: Frost und Schnee – Winterwandelbilder

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte lange dunkel bleiben, ist es Zeit, für die
Blicke dazwischen zu finden. Ausschnitte dieser Zwischen-Zeit werden vom Künstler auf Papier und Öl auf Leinwand gebannt. Die Momente von Einsamkeit
sind die Linien dieser Zeit. Weit draußen im Teufelsmoor werden Pfützen entdeckt, die
Heinz Cymontkowski eingefangen hat - von Zeit zu Zeit leben, entdecken und in Bildern einfangen - iimmer nach der Urform dieser Landschaft Teufelsmoor suchend.

Gezeigt werden in der Ateliersonderausstellung WINTERMOORPFÜTZE Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen.
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende - die Gründung der Worpsweder Malerkolonie
Herbstausstellung. Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg, haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. Fritz Mackensen hat das Dorf bereits 1884 – also bereits als 18-jähriger – für sich entdeckt und sofort mit dem Arbeiten begonnen. 1889 hat er dann seine Studienkollegen Otto Modersohn und Hans am Ende überreden können, ebenfalls hierher zu kommen. Im Herbst beschlossen die drei, für immer im Teufelsmoor zu bleiben. Die Gründung der später berühmt gewordenen Malerkolonie war vollzogen. Die Herbstausstellung ist den drei genannten Gründungsmitgliedern gewidmet und beleuchtet alle Facetten ihres jeweiligen Schaffens.

Abb.: Hans am Ende (1864-1918): Kinderkopf, 1897, Radierung

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede einst-von Otto Modersohn bis Lisel Oppel
1884 entdeckte Fritz Mackensen das einsam inmitten des Teufelsmoores gelegene Bauerndorf Worpswede für sich und seine Kunst. Die Malerkollegen Modersohn, am Ende, Vogeler und Overbeck folgten - die Künstlerkolonie war gegründet. Ausstellungen im In- und Ausland ließen das Dorf bald zur Berühmtheit werden. Noch heute gelingt es immer wieder, bislang unbekannte und nie gezeigte Stücke zu präsentieren. Zu unserer Weihnachtsausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Öffnungszeiten: Sa + So von 11-13 und von 14-18 Uhr.
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:30 - 12:30 Uhr
Details anzeigen
Ritterhuder Weihnachtsmarkt
Am 10. Dezember 2022 von 14.00 – 19.30 Uhr und am 11. Dezember 2022 vom 13.00 – 19.00 Uhr wird in Ritterhude wieder weihnachtliche Stimmung aufkommen.
Der Weihnachtsmarkt wird auf dem Gelände der Sparkasse Rotenburg Osterholz, im Rathaus und in der Riesturnhalle stattfinden.
Ritterhude

13:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
14:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
Serhij Kustowskii - Fotografische Stillleben
Illuminiert in völliger Dunkelheit, erheben sich Sergii Kustovskyis Stillleben der ukrainischen Alltagskultur und Geschichte zu beeindruckenden Erinnerungen an ein Gestern, dass heute so fern (ist).

Geboren aus dem Interesse an der Geschichte und Kultur seiner Heimat, wurden seine Fotografien durch den Angriff Russlands zu Erinnerungen an eine Vergangenheit, die gestern noch so nah war.
Worpswede
Findorffstraße 9, Das Blaue Haus - Galeriecafé Maribondo
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Einblicke. Geschenkt. Gesammelt.
Diese Ausstellung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarellen, Graphiken und Fotos von Künstlerinnen und Künstlern aus Worpswede, Fischerhude, Lilienthal und Bremen. Die meisten der hier vertretenen 30 Malerinnen und Maler zählen zu der sogenannten ersten und zweiten Generation dieser Kunstregion. Die Auswahl der Bilder zeigt das überraschend breite Spektrum an Kunststilen, Bildmotiven, Mal- und Zeichentechniken in dieser über hundertjährigen Kunstgeschichte.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau Wümme, Wörpe, Hamme
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
15:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Worpsweder Orgelmusik
Adventskonzert
Bläserensemble Namen.los
Leitung: Florian Kubiczek

Eintritt frei
Um eine Spende wird gebeten
Worpswede
An der Kirche 3, Zionskirche
17:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Wladimir Kaminer
Infos folgen
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
18:00 Uhr
Details anzeigen
The Musical Box
"The Lamb Lies Down on Broadway"
Osterholz-Scharmbeck
Jacob-Frerichs-Straße 1, Stadthalle Osterholz-Scharmbeck
19:00 - 22:00 Uhr
Details anzeigen

Montag, 12.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen

Dienstag, 13.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
17:00 Uhr
Details anzeigen

Mittwoch, 14.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Die Menschenrechte: Geschichte, Philosophie, Konflikte
Mit Prof. Dr. Angelika Nußberger

Was in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 formuliert ist und für uns so selbstverständlich klingt, ist bis heute für viele Menschen noch nicht realisiert. Angelika Nußberger beschreibt anschaulich die Geschichte der Menschenrechte, ihre philosophischen Grundlagen sowie die aktuellen Debatten: Gibt es ein Menschenrecht auf Frieden und Umweltschutz? Wie universal gelten die Rechte? Und in welchem Maße dürfen Gerichtshöfe für Menschenrechte die Gesetzgebung einzelner Staaten bestimmen? Angelika Nußberger ist Rechtswissenschaftlerin und Slavistin und seit 2002 Professorin für Verfassungsrecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Köln. 2017 bis 2019 war sie Vizepräsidentin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Lilienthal
online
19:30 - 21:00 Uhr
Details anzeigen

Donnerstag, 15.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
Einblicke. Geschenkt. Gesammelt.
Diese Ausstellung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarellen, Graphiken und Fotos von Künstlerinnen und Künstlern aus Worpswede, Fischerhude, Lilienthal und Bremen. Die meisten der hier vertretenen 30 Malerinnen und Maler zählen zu der sogenannten ersten und zweiten Generation dieser Kunstregion. Die Auswahl der Bilder zeigt das überraschend breite Spektrum an Kunststilen, Bildmotiven, Mal- und Zeichentechniken in dieser über hundertjährigen Kunstgeschichte.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau Wümme, Wörpe, Hamme
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
17:00 Uhr
Details anzeigen

Freitag, 16.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 14:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
Einblicke. Geschenkt. Gesammelt.
Diese Ausstellung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarellen, Graphiken und Fotos von Künstlerinnen und Künstlern aus Worpswede, Fischerhude, Lilienthal und Bremen. Die meisten der hier vertretenen 30 Malerinnen und Maler zählen zu der sogenannten ersten und zweiten Generation dieser Kunstregion. Die Auswahl der Bilder zeigt das überraschend breite Spektrum an Kunststilen, Bildmotiven, Mal- und Zeichentechniken in dieser über hundertjährigen Kunstgeschichte.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau Wümme, Wörpe, Hamme
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Winter-Träume
Das Weihnachtsfest ist tief verwurzelt mit unserer christlichen Tradition. Es steht für Zusammenkunft und den Zusammenhalt in den Familien.
Gebührend dem Feste möchte Zirkel-Events mit Winter-Träume eine besinnliche, vorweihnachtliche Atmosphäre schaffen. Die "Welt der Sinne" im Natur- und Erlebnispark Bremervörde wird zum Wochenende des 4. Advents durch beleuchtete, weihnachtliche Module und märchenhaften Figuren sowie illuminierte Pflanzen und Baumbestände in Szene gesetzt.
Im schönen Ambiente gibt es interaktive Aktionen (u.a. Stockbrotbacken, Laternenumzug) als auch Passives (Entspannen in einer Tannenbaum-Lounge und unter Sternzelten)
Auf der Bühne werden künstlerische Darbietungen zu erleben sein - wie z.B.
Märchenerzählungen, Kasperle Theater, Zauberer und Live-Musik)
Für das innere Wohlbefinden sorgen kulinarische Köstlichkeiten mit Süßem und Deftigem sowie Kaltem als auch Heißem.

Für die kurz Entschlossenen, lädt ein kleiner Geschenkebasar zum Stöbern ein.

Kommen Sie zu den Winter-Träumen, dem weihnachtlichen Familienerlebnis!

Eintritt: Erwachsene 3,00 Euro
Kinder 1,00 Euro

Veranstalter:
Zirkel Events, E-Mail: rupsch@zirkel-events.de mit freundlicher Unterstützung der Natur- und Erlebnispark Bremervörde GmbH
Bremervörde
Feldstraße, Welt der Sinne
15:00 - 22:00 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
17:00 Uhr
Details anzeigen
Eine schöne Bescherung
Mit Schlagern der Goldenen Zwanziger amüsieren und unterhalten Sie Erika und Waldemar (alias Ursula Villwock und Volker Prüser) mit Prof. Marcus Seifert am Klavier.

Eintritt € 12,00
3-Gang-Menue € 25,90

Höftdeich 11, 28865 Lilienthal
Telefon +49 4292 95 16
Telefax +49 4292 95 16
restaurant@wuemmeblick.de
Lilienthal
Höftdeich 11, Restaurant Wümmeblick
19:00 Uhr
Details anzeigen

Samstag, 17.12.2022
Wochenmarkt
Kleiner, feiner Wochenmarkt auf dem Dorfplatz in der Bergstraße mit u.a.
- Obst und Gemüse
- Fleischerei
- Bäckerei
- Besen
- Kunsthandwerk
- Honig
- Blumen
und Kunst an der Wäscheleine
Worpswede
Bergstraße, Dorfplatz
09:00 - 14:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende - die Gründung der Worpsweder Malerkolonie
Herbstausstellung. Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg, haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. Fritz Mackensen hat das Dorf bereits 1884 – also bereits als 18-jähriger – für sich entdeckt und sofort mit dem Arbeiten begonnen. 1889 hat er dann seine Studienkollegen Otto Modersohn und Hans am Ende überreden können, ebenfalls hierher zu kommen. Im Herbst beschlossen die drei, für immer im Teufelsmoor zu bleiben. Die Gründung der später berühmt gewordenen Malerkolonie war vollzogen. Die Herbstausstellung ist den drei genannten Gründungsmitgliedern gewidmet und beleuchtet alle Facetten ihres jeweiligen Schaffens.

Abb.: Hans am Ende (1864-1918): Kinderkopf, 1897, Radierung

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede einst-von Otto Modersohn bis Lisel Oppel
1884 entdeckte Fritz Mackensen das einsam inmitten des Teufelsmoores gelegene Bauerndorf Worpswede für sich und seine Kunst. Die Malerkollegen Modersohn, am Ende, Vogeler und Overbeck folgten - die Künstlerkolonie war gegründet. Ausstellungen im In- und Ausland ließen das Dorf bald zur Berühmtheit werden. Noch heute gelingt es immer wieder, bislang unbekannte und nie gezeigte Stücke zu präsentieren. Zu unserer Weihnachtsausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Öffnungszeiten: Sa + So von 11-13 und von 14-18 Uhr.
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Urmel aus dem Eis - Weihnachtsmärchen
Hochdeutsches Märchenspiel nach dem Buch von Max Kruse - für kleine und große Kinder
Osterholz-Scharmbeck
Hördorfer Weg 33, Forum Möbelhaus Meyerhoff
14:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
Serhij Kustowskii - Fotografische Stillleben
Illuminiert in völliger Dunkelheit, erheben sich Sergii Kustovskyis Stillleben der ukrainischen Alltagskultur und Geschichte zu beeindruckenden Erinnerungen an ein Gestern, dass heute so fern (ist).

Geboren aus dem Interesse an der Geschichte und Kultur seiner Heimat, wurden seine Fotografien durch den Angriff Russlands zu Erinnerungen an eine Vergangenheit, die gestern noch so nah war.
Worpswede
Findorffstraße 9, Das Blaue Haus - Galeriecafé Maribondo
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Einblicke. Geschenkt. Gesammelt.
Diese Ausstellung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarellen, Graphiken und Fotos von Künstlerinnen und Künstlern aus Worpswede, Fischerhude, Lilienthal und Bremen. Die meisten der hier vertretenen 30 Malerinnen und Maler zählen zu der sogenannten ersten und zweiten Generation dieser Kunstregion. Die Auswahl der Bilder zeigt das überraschend breite Spektrum an Kunststilen, Bildmotiven, Mal- und Zeichentechniken in dieser über hundertjährigen Kunstgeschichte.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau Wümme, Wörpe, Hamme
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Winter-Träume
Das Weihnachtsfest ist tief verwurzelt mit unserer christlichen Tradition. Es steht für Zusammenkunft und den Zusammenhalt in den Familien.
Gebührend dem Feste möchte Zirkel-Events mit Winter-Träume eine besinnliche, vorweihnachtliche Atmosphäre schaffen. Die "Welt der Sinne" im Natur- und Erlebnispark Bremervörde wird zum Wochenende des 4. Advents durch beleuchtete, weihnachtliche Module und märchenhaften Figuren sowie illuminierte Pflanzen und Baumbestände in Szene gesetzt.
Im schönen Ambiente gibt es interaktive Aktionen (u.a. Stockbrotbacken, Laternenumzug) als auch Passives (Entspannen in einer Tannenbaum-Lounge und unter Sternzelten)
Auf der Bühne werden künstlerische Darbietungen zu erleben sein - wie z.B.
Märchenerzählungen, Kasperle Theater, Zauberer und Live-Musik)
Für das innere Wohlbefinden sorgen kulinarische Köstlichkeiten mit Süßem und Deftigem sowie Kaltem als auch Heißem.

Für die kurz Entschlossenen, lädt ein kleiner Geschenkebasar zum Stöbern ein.

Kommen Sie zu den Winter-Träumen, dem weihnachtlichen Familienerlebnis!

Eintritt: Erwachsene 3,00 Euro
Kinder 1,00 Euro

Veranstalter:
Zirkel Events, E-Mail: rupsch@zirkel-events.de mit freundlicher Unterstützung der Natur- und Erlebnispark Bremervörde GmbH
Bremervörde
Feldstraße, Welt der Sinne
15:00 - 22:00 Uhr
Details anzeigen
In Gongklängen "Baden"
Sie liegen bequem, mit einem angenehmen Abstand vor den Klanginstrumenten.
Durch geführtes Wort und Klang entsteht eine wohltuende Verbindung zur Kraft der Erde. Die Gongklänge geleiten dann meditativ sanft in eine innere Ruhe, ein Zentrieren in der eigenen Energie.
Leicht, gesammelt und gestärkt kehren Sie in Ihren Lebensraum zurück.
Worpswede
Neu-Bergedorfer Damm 62
19:00 - 20:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
Details anzeigen

Sonntag, 18.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Wintermoorpfütze
1. Oktober bis 31. Dezember 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Wie sehe unsere Welt hier ohne die Vierjahreszeiten aus – vieles ist gesagt, geschrieben und gemalt worden zu dem Landschaftsraum Teufelsmoor. Der Künstler Heinz Cymontkowski lebt und arbeitet in den vier Jahreszeiten im Atelier Dorf Teufelsmoor.

Gerade in den kalten Wintertagen, wenn die Spaziergänge auf hartem unebenen Moorboden zu Stolperfallen werden, gilt es, die Landschaft nach den Sommertagen neu zu entdecken: Frost und Schnee – Winterwandelbilder

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte lange dunkel bleiben, ist es Zeit, für die
Blicke dazwischen zu finden. Ausschnitte dieser Zwischen-Zeit werden vom Künstler auf Papier und Öl auf Leinwand gebannt. Die Momente von Einsamkeit
sind die Linien dieser Zeit. Weit draußen im Teufelsmoor werden Pfützen entdeckt, die
Heinz Cymontkowski eingefangen hat - von Zeit zu Zeit leben, entdecken und in Bildern einfangen - iimmer nach der Urform dieser Landschaft Teufelsmoor suchend.

Gezeigt werden in der Ateliersonderausstellung WINTERMOORPFÜTZE Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen.
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende - die Gründung der Worpsweder Malerkolonie
Herbstausstellung. Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg, haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. Fritz Mackensen hat das Dorf bereits 1884 – also bereits als 18-jähriger – für sich entdeckt und sofort mit dem Arbeiten begonnen. 1889 hat er dann seine Studienkollegen Otto Modersohn und Hans am Ende überreden können, ebenfalls hierher zu kommen. Im Herbst beschlossen die drei, für immer im Teufelsmoor zu bleiben. Die Gründung der später berühmt gewordenen Malerkolonie war vollzogen. Die Herbstausstellung ist den drei genannten Gründungsmitgliedern gewidmet und beleuchtet alle Facetten ihres jeweiligen Schaffens.

Abb.: Hans am Ende (1864-1918): Kinderkopf, 1897, Radierung

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede einst-von Otto Modersohn bis Lisel Oppel
1884 entdeckte Fritz Mackensen das einsam inmitten des Teufelsmoores gelegene Bauerndorf Worpswede für sich und seine Kunst. Die Malerkollegen Modersohn, am Ende, Vogeler und Overbeck folgten - die Künstlerkolonie war gegründet. Ausstellungen im In- und Ausland ließen das Dorf bald zur Berühmtheit werden. Noch heute gelingt es immer wieder, bislang unbekannte und nie gezeigte Stücke zu präsentieren. Zu unserer Weihnachtsausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Öffnungszeiten: Sa + So von 11-13 und von 14-18 Uhr.
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Verkaufsoffener Sonntag in Bremervörde
In den teilnehmenden Geschäften kann gestöbert, entdeckt und natürlich eingekauft werden.
Bremervörde
Innenstadt Bremervörde
12:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz
In diesem Jahr lockt wieder der beschauliche Weihnachtsmarkt auf dem Worpsweder Dorfplatz Jung und Alt in seine Mitte. In dörflichem Ambiente kann man bei Glühwein und Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung genießen!
Worpswede
Dorfplatz Worpswede
14:00 Uhr
Details anzeigen
Einblicke. Geschenkt. Gesammelt.
Diese Ausstellung zeigt 100 Gemälde, Zeichnungen, Aquarellen, Graphiken und Fotos von Künstlerinnen und Künstlern aus Worpswede, Fischerhude, Lilienthal und Bremen. Die meisten der hier vertretenen 30 Malerinnen und Maler zählen zu der sogenannten ersten und zweiten Generation dieser Kunstregion. Die Auswahl der Bilder zeigt das überraschend breite Spektrum an Kunststilen, Bildmotiven, Mal- und Zeichentechniken in dieser über hundertjährigen Kunstgeschichte.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau Wümme, Wörpe, Hamme
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
15:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Winter-Träume
Das Weihnachtsfest ist tief verwurzelt mit unserer christlichen Tradition. Es steht für Zusammenkunft und den Zusammenhalt in den Familien.
Gebührend dem Feste möchte Zirkel-Events mit Winter-Träume eine besinnliche, vorweihnachtliche Atmosphäre schaffen. Die "Welt der Sinne" im Natur- und Erlebnispark Bremervörde wird zum Wochenende des 4. Advents durch beleuchtete, weihnachtliche Module und märchenhaften Figuren sowie illuminierte Pflanzen und Baumbestände in Szene gesetzt.
Im schönen Ambiente gibt es interaktive Aktionen (u.a. Stockbrotbacken, Laternenumzug) als auch Passives (Entspannen in einer Tannenbaum-Lounge und unter Sternzelten)
Auf der Bühne werden künstlerische Darbietungen zu erleben sein - wie z.B.
Märchenerzählungen, Kasperle Theater, Zauberer und Live-Musik)
Für das innere Wohlbefinden sorgen kulinarische Köstlichkeiten mit Süßem und Deftigem sowie Kaltem als auch Heißem.

Für die kurz Entschlossenen, lädt ein kleiner Geschenkebasar zum Stöbern ein.

Kommen Sie zu den Winter-Träumen, dem weihnachtlichen Familienerlebnis!

Eintritt: Erwachsene 3,00 Euro
Kinder 1,00 Euro

Veranstalter:
Zirkel Events, E-Mail: rupsch@zirkel-events.de mit freundlicher Unterstützung der Natur- und Erlebnispark Bremervörde GmbH
Bremervörde
Feldstraße, Welt der Sinne
15:00 - 22:00 Uhr
Details anzeigen
Worspweder Orgelmusik
Adventskonzert an der Ahrend-Orgel
Sara Johnson Huidobro

Kompositionen von Bach, Böhm
und Buxtehude

Eintritt frei
Um eine Spende wird gebeten
Worpswede
An der Kirche 3, Zionskirche
17:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen

Montag, 19.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Bilderbuchkino: Ein Weihnachtsfest im Schnee von Jane Chapman
Mit Bianca Widhalm
Für Kinder ab 3 Jahren

Schnee gehört zu Weihnachten findet Bärenkind Pfote und wünscht sich ganz fest, dass es endlich anfängt zu schneien. Spätabends kommt dann endlich der Schnee. Es schneit und schneit ... und es hört gar nicht mehr auf! Ob der Weihnachtsmann jetzt überhaupt noch den Weg zu Pfote‘s Familie findet?
Lilienthal
Klosterstr. 25, Murkens Hof
15:00 - 15:45 Uhr
Details anzeigen

Dienstag, 20.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Mittwoch, 21.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Donnerstag, 22.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Freitag, 23.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 14:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Samstag, 24.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende - die Gründung der Worpsweder Malerkolonie
Herbstausstellung. Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg, haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. Fritz Mackensen hat das Dorf bereits 1884 – also bereits als 18-jähriger – für sich entdeckt und sofort mit dem Arbeiten begonnen. 1889 hat er dann seine Studienkollegen Otto Modersohn und Hans am Ende überreden können, ebenfalls hierher zu kommen. Im Herbst beschlossen die drei, für immer im Teufelsmoor zu bleiben. Die Gründung der später berühmt gewordenen Malerkolonie war vollzogen. Die Herbstausstellung ist den drei genannten Gründungsmitgliedern gewidmet und beleuchtet alle Facetten ihres jeweiligen Schaffens.

Abb.: Hans am Ende (1864-1918): Kinderkopf, 1897, Radierung

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede einst-von Otto Modersohn bis Lisel Oppel
1884 entdeckte Fritz Mackensen das einsam inmitten des Teufelsmoores gelegene Bauerndorf Worpswede für sich und seine Kunst. Die Malerkollegen Modersohn, am Ende, Vogeler und Overbeck folgten - die Künstlerkolonie war gegründet. Ausstellungen im In- und Ausland ließen das Dorf bald zur Berühmtheit werden. Noch heute gelingt es immer wieder, bislang unbekannte und nie gezeigte Stücke zu präsentieren. Zu unserer Weihnachtsausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Öffnungszeiten: Sa + So von 11-13 und von 14-18 Uhr.
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen

Sonntag, 25.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Wintermoorpfütze
1. Oktober bis 31. Dezember 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Wie sehe unsere Welt hier ohne die Vierjahreszeiten aus – vieles ist gesagt, geschrieben und gemalt worden zu dem Landschaftsraum Teufelsmoor. Der Künstler Heinz Cymontkowski lebt und arbeitet in den vier Jahreszeiten im Atelier Dorf Teufelsmoor.

Gerade in den kalten Wintertagen, wenn die Spaziergänge auf hartem unebenen Moorboden zu Stolperfallen werden, gilt es, die Landschaft nach den Sommertagen neu zu entdecken: Frost und Schnee – Winterwandelbilder

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte lange dunkel bleiben, ist es Zeit, für die
Blicke dazwischen zu finden. Ausschnitte dieser Zwischen-Zeit werden vom Künstler auf Papier und Öl auf Leinwand gebannt. Die Momente von Einsamkeit
sind die Linien dieser Zeit. Weit draußen im Teufelsmoor werden Pfützen entdeckt, die
Heinz Cymontkowski eingefangen hat - von Zeit zu Zeit leben, entdecken und in Bildern einfangen - iimmer nach der Urform dieser Landschaft Teufelsmoor suchend.

Gezeigt werden in der Ateliersonderausstellung WINTERMOORPFÜTZE Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen.
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende - die Gründung der Worpsweder Malerkolonie
Herbstausstellung. Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg, haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. Fritz Mackensen hat das Dorf bereits 1884 – also bereits als 18-jähriger – für sich entdeckt und sofort mit dem Arbeiten begonnen. 1889 hat er dann seine Studienkollegen Otto Modersohn und Hans am Ende überreden können, ebenfalls hierher zu kommen. Im Herbst beschlossen die drei, für immer im Teufelsmoor zu bleiben. Die Gründung der später berühmt gewordenen Malerkolonie war vollzogen. Die Herbstausstellung ist den drei genannten Gründungsmitgliedern gewidmet und beleuchtet alle Facetten ihres jeweiligen Schaffens.

Abb.: Hans am Ende (1864-1918): Kinderkopf, 1897, Radierung

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede einst-von Otto Modersohn bis Lisel Oppel
1884 entdeckte Fritz Mackensen das einsam inmitten des Teufelsmoores gelegene Bauerndorf Worpswede für sich und seine Kunst. Die Malerkollegen Modersohn, am Ende, Vogeler und Overbeck folgten - die Künstlerkolonie war gegründet. Ausstellungen im In- und Ausland ließen das Dorf bald zur Berühmtheit werden. Noch heute gelingt es immer wieder, bislang unbekannte und nie gezeigte Stücke zu präsentieren. Zu unserer Weihnachtsausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Öffnungszeiten: Sa + So von 11-13 und von 14-18 Uhr.
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
15:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen

Montag, 26.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
13:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Dienstag, 27.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Mittwoch, 28.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Donnerstag, 29.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Das jüngstes Projekt des Worpsweder Künstler Peter-Jörg Splettstößer ist eine künstlerische Hommage. Mit einem Katalog und der Ausstellung würdigt der Maler seine Muse, die sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz schenkte, die sein Denken und Empfinden über einen langen Zeitraum bereicherte. Mit der in der Ausstellung präsentierten Bildfolge, die auch im Zentrum des Kataloges steht, greift Splettstößer malerisch eine Ateliersituation auf. Sie repräsentiert einen besonderen Abschnitt seines Lebens und spiegelt zentrale Aspekte seiner künstlerischen Arbeit und Auffassung wider.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
15:00 Uhr
Details anzeigen

Freitag, 30.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 14:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Samstag, 31.12.2022
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Birdies statt Böller!!! Disc Golf Turnier am Vörder See in Bremervörde
Wer in diesem Jahr den Silvestertag einmal anders verbringen möchte, dem legen wir das Disc Golf Turnier am Vörder See ans Herz. Gespielt werden 3 Runden auf dem 9 Bahnen Parcours. Start ist um 10 Uhr an Bahn 1 beim Haus am See. Im Anschluss gibt es ein gemütliches Beisammensein mit Punsch und Spekulatius. Zu gewinnen gibt es Trophäen, Urkunden, Gutscheine für den Disc Golf Shop und natürlich eine schöne Zeit mit netten Menschen und Spaß!
Ihr wollt dabei sein? Dann meldet euch bis zum 30.12.22 um 12 Uhr unter https://discgolfmetrix.com/2403645 an. Wer noch keinen Account hat, kann diesen dort ganz einfach anlegen. Die Startgebühr beträgt 1 Euro.
May the course be with you!
Bremervörde
Vörder See, Natur- und Erlebnispark Bremervörde
10:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende - die Gründung der Worpsweder Malerkolonie
Herbstausstellung. Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg, haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. Fritz Mackensen hat das Dorf bereits 1884 – also bereits als 18-jähriger – für sich entdeckt und sofort mit dem Arbeiten begonnen. 1889 hat er dann seine Studienkollegen Otto Modersohn und Hans am Ende überreden können, ebenfalls hierher zu kommen. Im Herbst beschlossen die drei, für immer im Teufelsmoor zu bleiben. Die Gründung der später berühmt gewordenen Malerkolonie war vollzogen. Die Herbstausstellung ist den drei genannten Gründungsmitgliedern gewidmet und beleuchtet alle Facetten ihres jeweiligen Schaffens.

Abb.: Hans am Ende (1864-1918): Kinderkopf, 1897, Radierung

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede einst-von Otto Modersohn bis Lisel Oppel
1884 entdeckte Fritz Mackensen das einsam inmitten des Teufelsmoores gelegene Bauerndorf Worpswede für sich und seine Kunst. Die Malerkollegen Modersohn, am Ende, Vogeler und Overbeck folgten - die Künstlerkolonie war gegründet. Ausstellungen im In- und Ausland ließen das Dorf bald zur Berühmtheit werden. Noch heute gelingt es immer wieder, bislang unbekannte und nie gezeigte Stücke zu präsentieren. Zu unserer Weihnachtsausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Öffnungszeiten: Sa + So von 11-13 und von 14-18 Uhr.
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
12:00 - 14:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Silvesterball
Feiern Sie den Jahresausklang im Hamme Forum!

Mit toller Musik, erlesenen Speisen und stimmungsvoller Dekoration begrüßen wir das neue Jahr...
Ritterhude
Riesstraße 11, Hamme Forum
20:00 - 03:00 Uhr
Details anzeigen

Januar 2023
Sonntag, 01.01.2023
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende - die Gründung der Worpsweder Malerkolonie
Herbstausstellung. Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg, haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. Fritz Mackensen hat das Dorf bereits 1884 – also bereits als 18-jähriger – für sich entdeckt und sofort mit dem Arbeiten begonnen. 1889 hat er dann seine Studienkollegen Otto Modersohn und Hans am Ende überreden können, ebenfalls hierher zu kommen. Im Herbst beschlossen die drei, für immer im Teufelsmoor zu bleiben. Die Gründung der später berühmt gewordenen Malerkolonie war vollzogen. Die Herbstausstellung ist den drei genannten Gründungsmitgliedern gewidmet und beleuchtet alle Facetten ihres jeweiligen Schaffens.

Abb.: Hans am Ende (1864-1918): Kinderkopf, 1897, Radierung

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Moorwanderung
Begrüßen Sie das neue Jahr mit einer Wanderung durch das Teufelsmoor – vielfach als unwirtlich beschrieben, oft idyllisch gemalt. Was ist davon geblieben? Was zeichnet diesen charakteristischen Lebensraum aus und warum ist der Erhalt des Moores ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz?

Auf einer Wanderung durch einen geschützten Hochmoorbereich erfahren die Gäste die Besonderheiten der dort lebenden Pflanzen- und Tierarten, geschichtliche Aspekte der Kultivierung sowie klimarelevante Fakten sowohl bei Entwässerung und Abbau als auch bei Wiedervernässung des Moorkörpers.

Dauer: 2 Stunden plus An- und Abfahrt
Kosten: 13,00 €/Person
Kinder bis 14 Jahre: kostenfrei
Unbefestigte Wege
TN-Zahl: max. 16 Personen
Anfahrt mit eigenem PKW oder Fahrrad
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung empfohlen
Worpswede
Bergstr. 13, Touristinformation für Worpswede und das Teufelsmoor
11:00 - 13:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede einst-von Otto Modersohn bis Lisel Oppel
1884 entdeckte Fritz Mackensen das einsam inmitten des Teufelsmoores gelegene Bauerndorf Worpswede für sich und seine Kunst. Die Malerkollegen Modersohn, am Ende, Vogeler und Overbeck folgten - die Künstlerkolonie war gegründet. Ausstellungen im In- und Ausland ließen das Dorf bald zur Berühmtheit werden. Noch heute gelingt es immer wieder, bislang unbekannte und nie gezeigte Stücke zu präsentieren. Zu unserer Weihnachtsausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Öffnungszeiten: Sa + So von 11-13 und von 14-18 Uhr.
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
12:00 - 14:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
13:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
13:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Das jüngstes Projekt des Worpsweder Künstler Peter-Jörg Splettstößer ist eine künstlerische Hommage. Mit einem Katalog und der Ausstellung würdigt der Maler seine Muse, die sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz schenkte, die sein Denken und Empfinden über einen langen Zeitraum bereicherte. Mit der in der Ausstellung präsentierten Bildfolge, die auch im Zentrum des Kataloges steht, greift Splettstößer malerisch eine Ateliersituation auf. Sie repräsentiert einen besonderen Abschnitt seines Lebens und spiegelt zentrale Aspekte seiner künstlerischen Arbeit und Auffassung wider.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
15:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen

Montag, 02.01.2023
Tania Kloss Mach mal`ganz Bunt
Eine Künstlerin stellt aus.
Dies ist bereits meine 3. Bilderausstellung. Nach"bei Froben oben" 2014 war 2017 in der Mühle des Parzival-Hof der Stiftung Leben und Arbeiten ein biografischen Höhepunkt in meinem Leben. Ich freue mich riesig im Künstlerdorf Worpswede auszustellen. Gezeigt werden frühe und bekannte Werke und die in den letzten 3 Jahren entstandenen Drucke werden in Reproduktionen angeboten. Es gibt eine Finissage Freitag 31. März
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen

Dienstag, 03.01.2023
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Ursula und Hans-Georg Rauch
Rauchzeichen – Zeitzeichen
Ursula und Hans-Georg Rauch
vom 20. November 2022 bis zum 5. März 2023
in der Worpsweder Kunsthalle

Im März 2020 erhielt die Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel eine großzügige Schenkung von 32 Arbeiten des Worpsweder Grafikers Hans-Georg Rauch (1939 – 1993). Stifter ist sein Freund und Sammler, der Hamburger Architektur-Journalist Horst Rasch. Er betreut den Nachlass des Künstlers und seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943 – 2019).

Dankbarkeit und Achtung für das Werk geben den Anlass, seine einzigartigen Federzeichnungen, Radierungen und Farbstiftzeichnungen gemeinsam mit Werken seiner Frau, der Keramikerin Ursula Rauch (1943–2019), in der Worpsweder Kunsthalle zu zeigen.

Hans–Georg Rauch gehört zu den großen deutschen Karikaturisten und satirischen Zeichnern seiner Ära. Er reiht sich in den Kreis großer Namen wie Saul Steinberg, George Grosz, Paul Flora, Gustav Peichl alias Ironimus und Ronald Searl ein. Rauch ist besonders durch seine kritischen Arbeiten in der Wochenzeitung DIE ZEIT, seine Zeitzeichen, bekannt geworden, nachdem er zuvor schon für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Zeitungen tätig war. Er bearbeitete alles, was ihn anregte, aufregte und umtrieb und prangerte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missstände pointiert an. Dabei sind seine Radierungen und Federzeichnungen atemberaubend akribisch und detailverliebt ausgeführt. In der Ausstellung werden neben einigen seiner bekannten schwarz-weißen Arbeiten auch großformatige Buntstiftzeichnungen und Collagen präsentiert.

Die Keramikerin Ursula Rauch wendet in ihren Arbeiten mit gefärbtem Ton eine alte Technik an, die seit Jahrhunderten in China gängige Praxis ist. Sie verzichtet bewusst auf das Glasieren und erzielt dadurch eine ganz eigene, außergewöhnliche Oberfläche. Gleichzeitig beherrscht sie die Kunst, gefärbten Ton so zu mischen, dass jene reizvollen Strukturen entstehen, aus denen man so viel herauslesen kann. Ihre Arbeiten weisen eine große Liebe zum Detail auf und harmonieren auf ganz eigene Art mit denen Ihres Mannes. Sie löste sich von der klassischen Töpferei und entwickelte eine eigene Formensprache, in der sie Brüche und Gegensätze sichtbar machte. Neben geometrischen Figuren schuf sie stoffliche Strukturen, die sich von ihrer Materialität zu lösen scheinen. Große Anerkennung erntete Ursula Rauch für ihre hochemotionalen Arbeiten aus den neunziger Jahren, in denen sie sich künstlerisch mit ihrer unheilbaren Parkinsonerkrankung auseinandersetzte und Torsi aus Bronze und Keramik schuf.
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Tania Kloss Mach mal`ganz Bunt
Eine Künstlerin stellt aus.
Dies ist bereits meine 3. Bilderausstellung. Nach"bei Froben oben" 2014 war 2017 in der Mühle des Parzival-Hof der Stiftung Leben und Arbeiten ein biografischen Höhepunkt in meinem Leben. Ich freue mich riesig im Künstlerdorf Worpswede auszustellen. Gezeigt werden frühe und bekannte Werke und die in den letzten 3 Jahren entstandenen Drucke werden in Reproduktionen angeboten. Es gibt eine Finissage Freitag 31. März
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Exlibris-Kabinettausstellung "Vogeler.150" 
Internationale Exlibris und Kleingrafik aus einem Wettbewerb zum 150. Geburtstag von Heinrich Vogeler.

72 Künstler und Künstlerinnen aus 13 Ländern haben in ihren 100 eingereichten Grafiken Ergebnisse ihrer individuellen Auseinandersetzung mit Heinrich Vogeler, ihrer Interpretation seines Lebens und Werks sowie ihrer Einschätzung seiner Bedeutung für die kulturelle, soziale und politische Entwicklung in Europa gezeigt.

Die Heinrich-Vogeler-Gesellschaft-Verein Barkenhoff Worpswede e.V. unterstützte gemeinsam mit der Deutschen Exlibris-Gesellschaft (DEG) und der Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede einen Grafik-Wettbewerb zum 150. Geburtstag Heinrich Vogelers. Die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes lagen in den Händen von Siegfried Bresler. Die Ausstellung im Haus im Schluh wird von Berit Müller und Kristina Lohse M.A. gestaltet.

Es gibt zu der Ausstellung einen sehr interessanten und lohnenden Katalog, der im Haus im Schluh erhältlich ist.

Am Freitag, 24. Februar 2023, findet um 19.00 Uhr im Haus im Schluh in Worpswede ein Vortrag mit Siegfried Bresler zum Exlibris-Werk von Heinrich Vogeler statt.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
12:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen

Mittwoch, 04.01.2023
Ausstellung: Symbiose
Symbiose - voneinander abhängig sein in unterschiedlichen Sicht- und Ausdrucksweisen: Malerei, Fotografie und Lyrik vereinen sich - Ausstellung im Eigenart kunstraum

Die Ausstellung findet vom 2. Dezember 2022 bis zum 27. Januar 2023 statt.
Ausstellungseröffnung am Freitag, den
2. Dezember 2022 um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr

Foto: ©Thorsten Eilers
Bremervörde
Bremer Straße 11, EIGENART - kunstraum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Ostendorfer Straße 10, Barkenhoff
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
Ausstellung zum Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022
26. November 2022 bis 5. März 2023
im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau


Am 26. November 2022 wurde der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2022 zum siebten Mal in den drei Kategorien Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis durch den Landrat des Landkreises Osterholz, Bernd Lütjen, in Worpswede verliehen. Almut Linde ist die Hauptpreisträgerin. Der Sonderpreis ging an Katrin Schütte und Lucila Pacheco Dehne erhielt den Nachwuchspreis.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 16:00 Uhr
Details anzeigen
Landschaft als Experiment
Landschaft gibt es entlang der Wümme mehr als genug. Seit genau 50 Jahren legt der künstlerisch gestaltete Wümme-Kalender davon Zeugnis ab, und seit nunmehr 40 Jahren ist es die in Bremen geborene Künstlerin Frauke Beeck, die mit ihren Arbeiten dem Wümme-Kalender sein Gesicht verleiht. Das Jubiläum ist Anlass für eine Rückschau auf mehrere Jahrzehnte ihrer experimentellen Arbeiten zum Thema Landschaft.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Tania Kloss Mach mal`ganz Bunt
Eine Künstlerin stellt aus.
Dies ist bereits meine 3. Bilderausstellung. Nach"bei Froben oben" 2014 war 2017 in der Mühle des Parzival-Hof der Stiftung Leben und Arbeiten ein biografischen Höhepunkt in meinem Leben. Ich freue mich riesig im Künstlerdorf Worpswede auszustellen. Gezeigt werden frühe und bekannte Werke und die in den letzten 3 Jahren entstandenen Drucke werden in Reproduktionen angeboten. Es gibt eine Finissage Freitag 31. März
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
dedicated oder der Schrei der Elster 2005/2021. Peter-Jörg Splettstößer
Peter Jörg Splettstößers jüngstes Projekt ist eine persönliche Hommage und ein dichter Werküberblick. Mit Katalog und Ausstellung würdigt der Künstler Karina Barischauskas, die über viele Jahre sein Atelier mit ihrem Tanz füllte, die ihm Inspiration und Resonanz gab. Die Ausstellung im Alten Rathaus Worpswede versammelt Dokumente und künstlerische Arbeiten. Private Fotos zeigen die beiden an verschiedenen Arbeitsorten des Malers, wie für die Urlaubsnachlese vor stimmungsvollen Hintergründen aufgenommen. Bilder, die als Reaktion auf den Austausch des Paares entstanden sind,
bieten Eindrücke von den Performances im Atelier wie auch Zugänge zu malerischen Geschehen. So öffnet sich ein besonderer Blick in die Werkstatt des Künstlers.

In seinen Arbeiten, die mit dem Auftritt von Karina Barischauskas korrespondieren, knüpft Splettstößer an den langen und vielfältigen Austausch von Tanz und bildender Kunst an. Er markiert die Eigenheiten der beiden Ausdrucksformen und erkundet ihre Analogien. Er erkundet die wechselseitige Bereicherung und Befruchtung der Wahrnehmung der einen durch die der anderen. Der bildende Künstler und die Performerin finden ihren gemeinsamen Referenz- und Treffpunkt in der Musik. Die Abstraktheit und zugleich unmittelbar zugängliche Sinnlichkeit der Musik lässt sie auf ihre je eigene Weise nach Ausdrucks- und Darstellungsformeln suchen.

Peter Jörg Splettstößer erkundet und vergewissert sich in seiner malerischen Praxis, was er sieht. Er schafft eine Betrachtungsweise wie ein Laborexperiment. Wahrnehmung und Wiedergabe werden ganz dem Auge und der nachfahrenden Hand anvertraut. Das Denken ist größtmöglich ausgeblendet und doch spiegelt das Protokoll des Gesehenen auch Momente der Reflexion. Die Erscheinung des Sichtbaren tritt zugleich als Prozess des sichtbar Machens, des Bild Werdens auf.
Worpswede
Bergstraße 1, Galerie Altes Rathaus
14:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
El Campo Unplugged
Die eingängigen Songs sind gekennzeichnet durch treibend groovige Beats mit solistischen Leckerbissen und einem kraftvollen, teils mehrstimmigen Gesang, der das gesamte Spektrum von einfühlsamen Balladen bis hin zu mitreißenden Rocksongs abdeckt. Dabei immer authentisch: VAN LESSEN liebt die Musik und VAN LESSEN lebt die Musik.
Osterholz-Scharmbeck
Am Stadion 1, El Campo
19:00 - 21:00 Uhr
Details anzeigen


© 2006 - 2022 SECRA Bookings GmbH, Neustadt/Ostsee | Datenschutz

Wenn Sie eine Veranstaltung melden wollen, folgen Sie diesem Link