Windmühle Lübberstedt

Die Mühle wurde in den Jahren 1868 bis 1872 von Julius Bullwinkel als Wallholländer mit Durchfahrt erbaut. Ein massiver Erd- und Steinwall, von dem aus der Mühlenkopf mit dem Steert in den Wind gedreht werden konnte, ersetzte die Galerie. 1909 brannte die Mühle bis auf den Wall nieder. Die neue Mühle erhielt Jalousieflügel und statt des Steerts eine Windrose. Sie hielt das Flügelkreuz automatisch in der richtigen Windrichtung. Rumpf und Kopf der Mühle wurden mit Eichenschindeln verkleidet; daher der Name „de griese Graue“. Das Getreide wurde in der Durchfahrt unterhalb des Mahlwerks an- und abgefahren und vom Wagen mittels des Sackaufzugs auf den Mahlboden bzw. mittels einer Rutsche abwärts befördert. Die Mühle hat zwei Mahlgänge; einer kann auch elektrisch betrieben werden. Die Flügelflucht beträgt 25 m. Die Mühle wurde 1966 und 2002 grundlegend renoviert. Wilhelm Bullwinkel, Besitzer in der vierten Generation, übergab, um die Sanierung zu ermöglichen, „de griese Graue“ an die Gemeinde. Die Flügel, die Windrose, der Windrosenbock wurden erneuert. Für die Verkleidung sind 25 000 Holzschindeln angefertigt worden. Die Mühle ist – noch mit dem Mahlwerk von 1909 - funktionsfähig.

Kontakt

Windmühle Lübberstedt
Mühlenstraße
27729 Lübberstedt

Telefon: +49 (0) 47 93 – 93 33 57