Windmühle am Hafen

1769 baute Lüer Steffens anstelle der eingegangenen Kornwassermühle auf der Scharmbecker Loge eine Kornwindmühle - ein mächtiger Galerieholländer mit Steert sowie zwei Mehl- und Schrotgängen. Das Windrad maß 22,5 m im Durchmesser; die Mühle hatte einen leichten Gang und war im Wind nur durch das Klosterholz im Norden eingeschränkt. Mahlgäste waren die Einwohner der neuen Ansiedlung am Heidkamp, die Osterholzer, die Scharmbecker und die Bauern aus dem Teufelsmoor, die ihr Korn per Schiff in den Osterholzer Hafen brachten. Der Erbenzinsbrief enthielt das Privileg, dass keine andere Mühle in der Nähe angelegt werden dürfe. Dennoch genehmigte die Königliche Regierung zu Stade 1795 eine Windmühle bei Pennigbüttel, gegen deren Bau Steffens Sohn lange prozessierte. Er führte an, rund um Osterholz gebe es schon 15 Mühlen, „die nicht einmal so viel zu mahlen haben, als sie mit Gemächlichkeit mahlen könnten.“ Der letzte Windmüller am Hafen war Albert Puff. Er legte die Mühle 1934 still. 1946 zerstörte ein Blitz die Flügel. Heute beherbergt der Mühlenrumpf eine Gaststätte.

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Windmühle am Hafen
Osterholz-Scharmbeck

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