Grizz - Tour 2

Auf Bäume klettern: Ein Abenteuer der Kindheit, das ich mir für meinen Job als Survivalexperte zum Glück bis ins Erwachsenenalter bewahren konnte, ohne mich lächerlich zu machen. Diente das kontrollierte Aufsteigen in die Höhe dem kleinen Grizz dazu, die eigenen Kräfte spielerisch auszuprobieren und zu bestätigen, so hat das Klettern auf Bäume heute einen anderen Grund für mich. Der Blick vom erhöhten Ausblick aus den Wipfeln sorgt für Orientierung in weiten Landschaften, in denen das Auge kaum einen Halt findet. So war es auch im Teufelsmoor. Im Film erkläre ich kurz meine Begegnung mit einem Maori-Häuptling, der mich in eine Technik für die Erstellung innerer Landkarten, „Mindmaps“ im eigentlichen Sinne, eingeführt hat. OK, wie man sehen konnte, funktioniert sie nicht immer perfekt, woran auch immer es gelegen hat. Diese Technik hier zu erklären, würde hier zu weit führen, aber ich kann Euch sagen, wo dieser bestimmte Baum steht, auf den ich im Film geklettert bin. Viele von Euch haben mich nach diesem „magischen“ Baum vor der Kulisse des Weyerberges am Horizont gefragt, und weil ich Euch Outdoor-Freaks mag, werde ich dieses Geheimnis nicht für mich behalten: Ihr kommt von der Teufelsmoorstraße (L153) aus Richtung Worpswede. Wieder kommt Ihr in der Ortschaft Teufelsmoor an die Straße „Zur kleine Reihe“ auf der rechten Seite. Wer mit dem Auto anreisen möchte, kann wieder dort parken. Der Weg, der uns interessiert, führt aber gegenüber, links der Teufelsmoorstraße nach Südosten. Ein Fahrradwegweiser weist hier nach Worpswede/Überhamm. Der Schotterweg, auf dem wir unterwegs sind, ist nur für landwirtschaftlichen Verkehr, Fußgänger und Radfahrer. Niemand sollte auf die Idee kommen, hier mit dem PKW reinzufahren. Ich nenne nur die Stichworte Naturschutz, Poller und Blechschaden. Im Hintergrund ist schon der „Weyers Rock“ zu sehen, auf den wir uns zubewegen. Mit Glück trefft Ihr schon nach wenigen hundert Metern auf den wilden „Teufelsmoorbüffel“, der allerdings in Wahrheit ein recht braves Leben auf seiner Weide hinter einem Zaun führt. Die Gefahr haben wir im Film ein wenig inszeniert. Für Euch könnte sie allerdings real werden, wenn Ihr nun, den morschen Baum im Westen endlich im Blick, glaubt, Ihr könntet kurz über den Zaun hüpfen und selbst ein wenig auf dem extrem morschen Baum herumklettern. Denn das magische Gehölz steht exakt auf dieser Weide, die der Familie Lütjen-Wellner gehört. Bei so einem Bullen kann es schon einen Unterschied für das eigene Wohlbefinden machen, ob er sich vor oder hinter einem Zaun befindet. Also: nicht ausprobieren, nur gucken! Lieber könnt ihr hier den Bussard beobachten, der oft in den Ästen des Baums sitzt und für die Mäusejagd eine ähnliche Orientierungstechnik anzuwenden scheint, wie mein alter Maori-Häuptling. Wer hier nur einen kleinen Spaziergang machen möchte, könnte dem Weg weiter bis zur „Pionierbrücke“ an die Hamme folgen und dann umkehren. Meine Empfehlung ist allerdings diesmal eine Fahrradtour, um diesen Drehort zu erkunden. Die „Rote Route“ startet an der Tourist-Information Worpswede und ist ab dort beschildert. Die 19 km lange Rundtour ist auf der Übersichtskarte „Worpsweder Radtouren“ dargestellt und beschrieben, die Ihr z.B. in der Tourist-Information Worpswede bekommt. Auch auf den GPS-Geräten, die man an vielen Stellen im Teufelsmoor leihen kann, ist die Route vorinstalliert. Selbstverständlich ist der Track auch als Download für mobile Endgeräte erhältlich. Ich hoffe ich sehe Euch da draußen, in der wilden Welt des Teufelsmoors!